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Neue Barrieren für starke Partner

14.06.2022

MM beliefert Nestlé seit vielen Jahren mit Karton und Kartonverpackungen. Daraus ist eine über die gewöhnliche Lieferanten-Kunden-Beziehung weit hinausgehende strategische Partnerschaft entstanden, berichtet Martin Luh, der bei Nestlé für Global Packaging Base Material Management (Paperboards) zuständig ist.

Martin Luh ist bei Nestlé für den weltweiten Einkauf von Karton zuständig. Das ist eine Schnittstellenfunktion, bei der verschiedene Interessen in Einklang zu bringen sind: kaufmännische wie der Preis; technische wie das Leistungsprofil, worin auch Faktoren wie Lebensmittelsicherheit und Risikomanagement hereinspielen; aber auch Themen wie »Responsible Sourcing« oder die »Value Chain« – die »wertebasierte« Lieferkette bei Nestlé – gehören dazu.

Bei all diesen Anforderungen ist die MM Gruppe als europäischer Marktführer in der Produktion (Geschäftsfeld MM Board & Paper) sowie in der Verarbeitung (Geschäftsfeld MM Packaging) von Karton gut aufgestellt – weshalb auch Nestlé ein langjähriger Kunde des Konzerns ist. Martin Luh bekräftigt: »Für uns ist die MM Gruppe kein Standardlieferant, sondern ein strategischer Partner, der Ressourcen und Know-how mitbringt. In Europa ist sie unser größter Lieferant für Faltschachteln.«

Karton kommt bei zahlreichen Nestlé-Produkten, so etwa bei Tiefkühlpizza, Kaffee, Frühstückscerealien oder Müslis als Verpackung zum Einsatz, und als laienhafter Konsument stellt man sich den Vorgang recht unkompliziert vor: Der Hersteller füllt die Portion im Karton ab und fertig. Aber so einfach ist es ganz und gar nicht, erklärt Martin Luh: »Das würde dem Prinzip der Lebensmittelsicherheit – dem Schutz des Lebensmittels gegen jegliche Einflüsse – völlig zuwiderlaufen.« Und dieses steht wohl für jeden einschlägigen Hersteller ganz oben auf der Prioritätsliste – umso mehr für Nestlé, den weltgrößten Nahrungsmittelkonzern.

»Ohne adäquate Verpackungslösungen«, erklärt Luh, »könnten Qualität und Haltbarkeit des Produkts nicht gewährleistet werden. Auch äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Geruchsbelastung oder Kontamination durch unerwünschte Substanzen, können nur durch entsprechenden Schutz erzielt werden.«

 

Klassischer Karton alleine reicht nicht: Lebensmittel müssen durch Barrieren geschützt werden.

 

Barrieren sind notwendig

Die Lösung liegt darin, Barrieren zwischen dem empfindlichen Lebensmittel und der Faltschachtel zu schaffen, um Beeinträchtigungen, etwa durch Sauerstoff oder Feuchtigkeit, zu unterbinden. Das können Lagen aus Kunststoff oder Aluminium sein, aber auch viel dezentere Mittel wie Lacke oder hauchdünne Dispersionsbeschichtungen auf dem Karton. Und so findet der Konsument sein Müsli dann eben nicht in der nackten Kartonbox vor, sondern in einem darin befindlichen Beutel, beispielsweise aus Polyethylen (PE), während Schokolade meist in Alu gehüllt und so mancher Karton für Tiefkühlprodukte beschichtet ist.

Geht es auch nachhaltiger?

Damit ist die Lebensmittelsicherheit gewährleistet – aber sind diese Lösungen auch in puncto Nachhaltigkeit bzw. Umweltschutz ideal? »Viele Kunststoffe und Aluminium sind theoretisch endlos recyclingfähig«, sagt Martin Luh, »aber gerade Alu ist überaus energieaufwendig in der Herstellung, daher ist es wichtig, Bewusstsein zu schaffen, dass Konsumenten zum Beispiel ihre leeren Nespresso-Kapseln wieder in den Kreislauf zurückführen. Das Recycling von Alu benötigt im Vergleich zur Herstellung deutlich weniger Energie.« Doch eine Lösung ohne Alu und Plastik zu finden, ist nicht so einfach. »Insbesondere Alu bildet die perfekte Barriere«, sagt Luh. »Die Industrie ist noch weit davon entfernt, Alu durch beispielsweise ein kompostierbares Material zu ersetzen. Die größte Herausforderung sehe ich vor allem bei Verbundstoffen, denn diese lassen sich praktisch nicht trennen und sind daher kaum recyclingfähig. Hier ist noch einiges an Forschung nötig.«

Barrieren aus Karton

Die gute Nachricht: Diese Forschung findet statt. Die MM Gruppe arbeitet intensiv an der Entwicklung von Kartonqualitäten, die mit Barrieren für fettende und/oder feuchte Produkte ausgestattet sind. Diese Kartonbarrieren sollen zunehmend PE-Laminierungen ersetzen und sind damit eine umweltfreundliche, weil kunststofffreie Alternative. Wer weiß, vielleicht wird ja die strategische Partnerschaft von Nestlé und MM irgendwann auch auf gemeinsame Entwicklung ausgedehnt? Für Martin Luh, seit 25 Jahren Kunde von MM, wäre eine längerfristige Innovationspartnerschaft jedenfalls reizvoll: »Wir arbeiten auf demselben Feld, warum sollten wir nicht gemeinsam Grundlagenforschung in Sachen Verpackungskonzepte und -materialien betreiben? Gerade beim Ersatz von Verpackungsmaterial aus Kunststoffen wäre noch viel zu tun!«